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199 Billionen US-Dollar Schulden - McKinsey-Studie

Post 06. Februar 2015 By In 2015

Pressemitteilung, McKinsey, 05.02.15: „Die weltweite Verschuldung erreicht aktuell neue Rekordstände. Die globalen Schulden liegen heute bei 199 Billionen Dollar und damit 57 Billionen Dollar höher als zu Beginn der Finanzkrise 2007.“

Viele Mainstream-Medien berichteten heute über die Ergebnisse einer neuen McKinsey-Studie. In den von mir gelesenen Meldungen zum Thema taucht nirgends das Wort Guthaben auf. Dies überrascht einerseits nicht, andererseits handelt es sich damit um eine unglückliche inhaltliche Verkürzung, denn den ca. weltweiten 200 Billionen US-Dollar Schulden stehen ca. 200 Billionen US-Dollar Guthaben gegenüber.

Auffällig ist erneut, dass auch nicht hinterfragt wird, wer die Schuldzinsen für diese Schulden bezahlt? Die Antwort ist einfach, alle Menschen (beim Einkauf, beim Steuern zahlen, über selbst aufgenommene Darlehen). Auch sollte diskutiert werden, was die Empfänger der Zinsen mit diesen leistungslos vereinnahmten Beträgen machen? Der große Teil dieser Summen werden wieder verzinslich angelegt. Damit die Bank jedoch auch für diese Volumina Guthabenzinsen auszahlen kann, müssen neue Darlehensnehmer gefunden werden. Auf Zinsen wieder Zinsen kassieren bringt den sogenannten Zinseszinseffekt. Insofern ist das exponentielle Wachstum von Guthaben und Schulden ein schlichtes mathematisches Ergebnis wegen des Wirkens der destruktiven Umlaufsicherung Zins. Für ein solches Fazit braucht man auch keine Studie.

Diesen von Menschen eingebauten Fehler ...

im Finanzsystem mit Wirtschaftswachstum kompensieren zu wollen, ist ein sinnloses Unterfangen. Dies kann niemals gelingen, im Gegenteil, beim Versuch, diesen Weg zu gehen, zerstören wir den Planeten, unsere Lebensgrundlage. Deshalb wünsche ich mir, dass sich deutlich intensiver Umweltschutzverbände diesem Thema annehmen. Das Ziel mächtiger Unternehmen, zum Beispiel TTIP durchzusetzen, kann auch als Wirkung unseres fehlerhaften Finanzsystems gesehen werden.

Offensichtlich befinden wir uns nun in der finalen Phase, was die Funktionalität unseres Geldsystems anbelangt, insofern man heute überhaupt noch von „Funktionalität“ sprechen kann. So sollten wir nun gemeinsam „Gas geben“, damit sich Ursache und Wirkung noch stärker herumsprechen, damit fließendes Geld stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit gelangt.

Steffen Henke

Last modified on Freitag, 15. Mai 2015 15:13

2 comments

  • Vollgeld wird ein Schritt auf dem Weg zum "Fließenden Geld" sein. Die rechtlichen Wirkungen sind erstaunlich positiv.

  •   Friedrich - Wilhelm Becker
    Comment Link Friedrich - Wilhelm Becker 17. Februar 2015

    klar, was 2008 in der finanzkrise gelang, aber erst im nachhinein,
    soll mit ttip, ceta, tisa usw. von vornerherein uns aufgedrückt werden, sogar mit der möglichkeit die eu -länder zu betrügen mit solch kopfgeburten wie der vorläufigen anwendung (artikel 218 AEUV (5), für ISDS die rechtsgrundlage vgl. CETA , S 489 und CETA ,S 490 ) und der regulatorischen kooperation, eine grosse unverschämte verbrecherische möglichkeit ohne ratifizierung der abkommen ganze eu - länder in geiselhaft zu nehmen. und die presse schweigt. die bevölkerung ist anästhetisiert durch die bundesregierung von anästhetisten. es ist zum heulen, wenn es nicht so lächerlich wäre, sich die antworten der bundesanästhesie auf parlamentarische anfragen der grünen und linken durchzulesen: lauter witze!!!
    macht weiter so. glück auf

    friedrich - wilhelm becker

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