Lust auf Neues Geld

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Lust auf neues Geld:

Post 12. April 2012 By In 2012

Veranstaltung in der Arena Leipzig beschäftigt sich mit Alternativen zum Geheul der Finanzmärkte

Die Euro-Krise gärt und köchelt vor sich hin. Ein Rettungspaket um das andere wird geschnürt. Doch kaum scheint das Problem mit neuen Milliarden- und Billionengarantien gelöst, stellt sich heraus, dass die Rettungskandidaten erneut im Sumpf der Zahlungsunfähigkeit zu ersaufen drohen.

Liegt's am Euro? Liegt's am Finanzsystem? - Zeit, über neues Geld nachzudenken, findet die 2011 in Leipzig gegründete Neues Geld gemeinnützige GmbH. Sieben namhafte Personen haben 2011 als Träger diese gemeinnützige Gesellschaft gegründet, deren Ziel es ist, über eine neue Art des Umgangs mit Geld nachzudenken. Geschäftsführer ist Steffen Henke. Der Sitz der Gesellschaft ist Leipzig. Und damit das Nachdenken über das Thema öffentlicher wird, veranstaltet die Gesellschaft am Samstag. 9. Juni, in der Arena in Leipzig die größte Veranstaltung zum bestehenden Geldsystem, die es je gegeben hat. Es werden über 1.000 Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Luxemburg kommen. Steffen Henke: "Die Politik spricht (noch) von alternativlos. Wir, das sind bekannte Professoren und engagierte Mitstreiter, informieren über alternative Lösungsansätze. Das Ganze wird in einer außergewöhnlichen Art mit Kunst und Kultur verknüpft. Die Inhalte werden leicht verständlich, zum Teil mit Musik, Kabarett und Akrobatik verbunden. Der Chor Sonora und das Sächsische Blechbläser Consort werden zum Beispiel aus Leipzig da sein. Wir arbeiten ohne Feindbilder und suchen nicht nach Schuldigen." Nach Gründen schon. Denn die panischen Reaktionen der Finanzmärkte haben ja ihre Ursachen. Und die wichtigste ist: Die Geldwirtschaft, wie sie seit 2008 zur Dauerkrise geführt hat, hat sich immer mehr von der realen Wirtschaft losgekoppelt. Die Realwirtschaft dient dazu, die materiellen Lebensgrundlagen der Menschen und ihrer Gesellschaften zu sichern. "Die Finanzwirtschaft hingegen dient dazu, aus Geld mehr Geld zu machen. Geld wird verzinst und die Zinsen werden wieder verzinst. So wachsen die Geldvermögen exponentiell und koppeln sich mehr und mehr von der Realwirtschaft ab", erklären die Initiatoren des Treffens den Wirkungsmechanismus hinter der immer neuen Panik. "Exponentielles Wachstum ist langfristig nicht möglich. Deshalb bricht unser Geldsystem immer wieder zusammen und zieht die Realwirtschaft mit in den Abgrund. Im nationalen Rahmen hat es das in der Vergangenheit wiederholt gegeben. Durch die Globalisierung besteht nun die Gefahr eines globalen Zusammenbruchs. An den Zinsen verdienen nur 10 Prozent der Bevölkerung. 90 Prozent der Menschen verlieren über die Zinsen, die in allen Preisen und Steuern enthalten sind. Das sorgt für eine massive Umverteilung von unten nach oben. Banken und Wirtschaftswissenschaften sehen keine Alternativen zu diesem System und tun so, als ob Geld 'arbeiten' könnte. Arbeiten können aber nur Menschen und Maschinen." Etliche Initiativen und Vereine - nicht nur in Deutschland - beschäftigen sich seit Jahren mit Lösungsansätzen für eine neue Art Geldwirtschaft. Grundlage dafür: Eine neue Art Geld, ohne zinsbedingte Umverteilung und mit mehr Vielfalt in den Geldsystemen. Vorschläge: Zeitbanken, die auf der Verrechnung von Arbeitsstunden basieren, Regionalwährungen, die regionale Wirtschaftskreisläufe fördern, und komplementäre Währungen, die in erster Linie sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen oder ökologischen Zwecken dienen. Etliche dieser Währungen sind seit Jahren etabliert. Sie sind in der Regel keine Konkurrenz zum Euro. Sie ergänzen, stabilisieren und bereichern das bestehende Geldsystem. Aber die Initiatoren des Treffens denken auch an den Euro und seine kleinen Schwächen: "Auch beim Euro oder jedem anderen gesetzlichen Zahlungsmittel würde ein kleiner 'Trick' Wunder wirken: Statt Geld mit Zinsen in den Wirtschaftskreislauf zu locken, wird eine kleine Nutzungsgebühr erhoben. Sie fällt nur an, wenn das Geld nicht weitergegeben oder investiert wird. Ziel dieser Gebühr ist es, ein System ohne exponentiellen Wachstumszwang und Umverteilung zu schaffen. Reich werden kann man dann allein durch Arbeit. Ökologische Projekte werden nun finanzierbar und ein 'Bedingungsloses Grundeinkommen' wird möglich. Die Umverteilung zugunsten einer kleinen Minderheit hört auf und die Realwirtschaft wird aus der Geiselhaft der Finanzwirtschaft befreit." Statt dass Geld die Welt regiert, könne es der großen Mehrheit der Menschen dienen. Steffen Henke wird am 9. Juni in der Arena Leipzig zum Thema "Kennen Sie den Fehler im Geldsystem?“ referieren, Rico Albrecht beschäftigt sich mit „Freiheit - eine Frage des richtigen Geldsystems“, Prof. Dr. Bernd Senf befasst sich mit „Kreditbedarf, Verschuldung und Enteignung – ein Grundmuster in der Geschichte des Geldes“, bei Dr. Michael Efler geht es um „Eurorettung und Demokratie“. Und während sich Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger mit dem Thema „Crash als Chance – Es gibt eine Lösung!“ beschäftigt, meint Andreas Popp: „Wir sind das Volk 2.0!“ Informationen zur Neues Geld gemeinnützige GmbH und zur Veranstaltung "Lust auf neues Geld" am 9. Juni von 11 bis 20 Uhr in der Arena Leipzig findet man hier: www.lust-auf-neues-geld.de

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