Lust auf Neues Geld

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Wir brauchen ein alternatives Geldsystem, wenn wir die Herausforderungen unserer Zeit meistern wollen. Umweltzerstörung, Demokratieverlust, extreme soziale Ungleichgewichte sind unter anderem schädliche Wirkungen des bestehenden Geldsystems. Eine bessere Alternative existiert, doch sie ist noch zu wenig bekannt, Fließendes Geld.

Veränderungen im Geldsystem sind wegen gegebener Machtstrukturen nur erzielbar, wenn breite Bevölkerungsschichten dem Wandel zustimmen und ihn unterstützen. Dazu muss der seit Jahrzehnten stattfindende Erkenntnisprozess deutlich an Fahrt gewinnen. Die „Neues Geld gemeinnützige GmbH“ unterstützt diesen Prozess mit ihrer Aufklärungsarbeit seit einigen Jahren.

Geld greift mit hoher Intensität in so gut wie alle Bereiche unseres Lebens ein. Neuerungen beim Geld bringen deshalb hervorragende Potentiale für fast alle Gebiete, wie dem Schutz der Natur, der Verbesserung demokratischer Strukturen oder dem Frieden.

Ziel muss sein, dass der Mensch nicht dem Geld, sondern das Geld dem Menschen dient.



 

Bargeldnutzung bald eingeschränkt?

Post 08. Februar 2016 By
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(2 Stimmen)

Laut Handelsblatt vom 02.02.2016 wird innerhalb der Bundesregierung eine Obergrenze für Barzahlungen diskutiert. Im betreffenden Artikel bezieht man sich auf die Frankfurter Allgemeine, so soll ein Limit von 5.000 € im Gespräch sein. Als Begründung wird erneut Terrorismus-, Geldwäsche- und Kriminalitätsbekämpfung angegeben.

Sie erinnern sich, eine solche Argumentationskette hatte man auch zwecks Einführung von Kontenabfragen der Bevölkerung geliefert. Die jährlichen Kontenabfragen sind bereits auf weit über 100.000 pro Jahr angestiegen.

Ähnlich verhält es sich bei der zahlenmäßigen Entwicklung von Telefonüberwachungen. Doch thematisiert man solche Inhalte, hört man oft unverändert als Reaktion, man hätte ja nichts zu verbergen. Und betrachtet man das Kommunikationsverhalten junger Menschen über WhatsApp und Co., kann man nur zum dem Ergebnis kommen, dass kaum eine gewisse Sensibilität dafür besteht, welche Informationen man ungeschützt ins System gibt.

Und so werden demokratische Strukturen scheibchenweise abgetragen, die Masse nimmt es kaum war, vergleichbar dem vielzitierten Frosch, dessen Wassertemperatur Schritt für Schritt erhöht wird, bis er in seinem Nass mit dem Bauch nach oben reglos schwimmt.

Die Psychologen sprechen bei diesem Phänomen von...

„shifting baselines“. So werden Bedingungen schleichend verändert, die einzelnen Anpassungen sind überschaubar, vergleicht man später jedoch den Ursprungszustand mit dem Endergebnis, gibt es ein böses Erwachen.

Doch ob nun 80 (Veröffentlichung Oxfam für das Jahr 2014) oder nun 62 (Oxfam, Stand 2015) Menschen mehr besitzen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung, wem kümmert es? Hauptsache, dass neue Handy wird fristgerecht geliefert, mit vielen kostenfreien Diensten, natürlich als hintergrundfreies Geschenk für den Nutzer, man verzeiht mir bitte den Zynismus an dieser Stelle. Mathematisch exakt wird irgendwann ein Mensch ein größeres Vermögen akkumuliert haben, als die oben definierte Vergleichsgruppe, sofern die Welt bis dahin noch nicht in noch wildere Schwingungen geraten ist, als gegenwärtig bereits geschieht.

Und so tanzen wir, die Menschen der Industrienationen, auf dem Vulkan, während an anderen Orten Menschen ums Überleben kämpfen oder diesen Kampf verlieren. Unser Land liefert Waffen an undemokratische Regierungen (z. Bsp.: Saudi Arabien), als NATO-Mitglied sind wir mitverantwortlich für die weltweit stattfindenden Militäroperationen, wie zum Beispiel die aktuellen Bombardierungen von Syrien, doch in den Talkshows werden als groß angelegte Ablenkungsmanöver mit höchster Intension nur die Wirkungen, anstatt die Ursachen zu thematisieren, diskutiert. Das ist ungefähr das Gleiche, würde man bezüglich eines übergewichtigen Menschen verschiedene Medikamente in Gesprächsrunden voller Eifer betrachten, anstatt dieser Person zu helfen, mit Hilfe von Bewegung und gesunder Ernährung seine körperliche Verfassung deutlich zu verbessern.

Wir kennen die Lösungen, zum Beispiel das Fließende Geld als Basis für viele weitere wertvolle Veränderungen, doch in der Breite finden sie noch keine Resonanz, doch wie heißt es so treffend: Wer heute den Kopf in den Sand steckt, wird morgen mit den Zähnen knirschen. Ich kann gern auf die bevorstehenden Bewegungen verzichten, dennoch kann man sie als Chance sehen. Jedoch ist das Leid bis zu Neuem unermesslich, wie lange noch?

Steffen Henke

3 comments

  •   Hünefeld

    "Das Problem ist die Gier, die Gier des Einzelnen....." Ist das so???
    Oder ist die Kultivierung der Gier eine Folge des Rechtssystems. Kennst Du ein gieriges Baby? Diese Eigenart und alle Eigenschaften sind das Ergebnis unseres Rechtsrahmens. In diesem ist es das private Eigentumsrecht an ZinsGeld und das private Eigentumsrecht an Infrastrukturen. Geld, Boden, Energienetze, Infonetze, Verkehrsnetze, einfach alles was der Mensch zwingend braucht, um in der modernen (arbeitsteiligen) Gesellschaft leben zu können ist Infrastruktur. Eigentum ist niemals ein Problem, solange Infrastrukturen kommunal bleiben. Ohne die heutigen Eigenschaften des Geldes, wächst ein faires Verhalten.
    Das Zurückbehaltungsprivileg des Geldes gründet sich auf seine Lagerkosten die gegen Null gehen. Waren verderben und auch Gold hat hohe Lagerkosten. Wird genutzte Infrastruktur angemessen bezahlt, wird also die Benutzung von Bar- und Giralgeld bezahlt, dann lohnt es sich die Ersparnisse auf die Bank zu schaffen und diese dort kostenfrei zu wissen. Stabile Ersparnisse! In diesem Rechtssystem lernt der Mensch schnell, denn Gier lohnt sich nicht. Sie wird teuer.

  •   Michael Schlabes
    Comment Link Michael Schlabes 01. März 2016

    Immer schön den Kopf oben behalten und weitermachen!

  •   UW
    Comment Link UW 01. März 2016

    Ich erinnere gern an das berühmt-berüchtigte Spiegel-Interview 1999 von John Claude Juncker:
    „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

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