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Vermögensabgabe

Post 07. November 2013 By In 2013

Der IWF macht auf sich aufmerksam, da er eine Vermögensabgabe als „Gedankenspiel“ in die Runde der Akteure gibt. Jedoch weist er darauf hin, dass es sich keineswegs um eine Empfehlung an die Politik handelt, sondern will lediglich eine Diskussionsgrundlage liefern. Das Handelsblatt bringt aus diesem Anlass am 05.11.13 einen Bericht mit der Überschrift „Angriff auf die Reichen“. Hätte das Pressemedium die Wirkungsweise von Zins und Zinseszins verinnerlicht, wären vermutlich tiefergehende Überschriften zu finden. Zins und Zinseszins führen zu permanentem

Wirtschaftswachstumszwang mit perfiden Wirkungen auf unser ökologisches System. Da wäre der Titel „Unser Geldsystem – Angriff auf unsere Natur“ realitätsbezogener.

Im Kern sollte man verstehen, dass den Schulden eins zu eins Guthaben gegenüberstehen. Der Betrag, den der eine anlegt, ist das Volumen, das ein anderer als Darlehen ausgereicht bekommt. Jeder für sich kann Guthaben und Schulden miteinander verrechnen. Typisch jedoch ist, dass Gläubiger und Verpflichteter meist unterschiedlichen Gruppen angehören. Deshalb muss man gedanklich nicht weit...

springen, um zu dem Ergebnis zu gelangen, dass weniger Schulden bestimmter Darlehensnehmer (z. Bsp.: Staat) auch weniger Guthaben bei Vermögenden bedeuten. Grundsätzlich gibt es vier Wege, dies zu erreichen: 1. Währungsreform, 2. Unkontrollierter Systemausfall (verzinsliche Anleihen fallen in ihrem Wert, Börsen schließen, …), die schmerzhafteste Variante 3. Inflation (Anleihen werden von Zentralbanken mit frischem Zentralbankgeld angekauft), im Ergebnis folgt ebenfalls eine Währungsreform, 4. Vermögensabgaben. Zu versuchen, mit Wirtschaftswachstum den Fehler im Geldsystem kompensieren, ist ein Irrweg.

MMNews schreibt: „IWF will deutschen Sparern 10 % wegnehmen“, auch hier wird das Thema eher propagandistisch aufbereitet, obwohl an anderer Stelle bei diesem Dienst exponentielles Wachstum nachvollziehbar erklärt wird. Um sozialverträglich einen Abbau von bestehenden extremen Ungleichgewichten zu erwirken, kann leicht mit Freibeträgen für Altersvorsorgebeträge und selbstgenutzten Immobilien gearbeitet werden. Und so fällt erneut auf: Wenige mokieren sich darüber, dass sich über Zins und Zinseszins über Jahrzehnte leistungslos Vermögen in schwindelerregenden Größenordnungen und in hoher Konzentration gebildet haben. Soll die Rückführung dieser „Überguthabung“ auf ein tragbares Maß erfolgen, ist dem Staat eine Hausaufgabe gestellt. Und so beende ich diesen Text mit einem Zitat aus der aktuellen „Humanen Wirtschaft“ aus Andreas Bangemanns Vorwort „Möglichkeitsträume“: „Die Teilhabe aller am Erwirtschafteten, und zwar auf eine Weise, mit der die Existenz gesichert und die Würde gewahrt ist, müsste der anzustrebende Königsweg jeder <Staatsführung> in demokratischen Ländern sein.“

Eines sollte uns jedoch auch klar sein, wirklich neue Wege, zum Beispiel die Umsetzung des fließenden Geldes, werden wir erst dann erleben, wenn sich eine Vielzahl an Menschen mit den betreffenden Fragen auseinandersetzt. Diesen Prozess wollen wir, zum Beispiel mit dem Aufbau und der Zusammenarbeit mit den Stammtischen, unterstützen. Helfen Sie bitte mit!

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