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Das Kleine und das Große

Post 06. Januar 2015 By In 2015

Betrachtet man das unermessliche Leid, welches an so irrsinnig vielen Orten dieser Welt zu finden ist, fällt es schwer, sich vorzustellen, wie hier die Konflikte beigelegt werden können und man zu einem friedlichen Miteinander übergehen kann. Kaum überwindbar wirkt die Kluft zwischen den Positionen der jeweiligen Gruppen. Mit jedem schrecklichen Ereignis scheint die Überwindung der gewaltigen Differenzen unmöglich zu werden. Ohne ein immenses Verzeihen der gigantischen Fehler in der Vergangenheit kann es nicht gelingen. Sind die Standpunkte noch so verschieden, nur durch Verständigung auf kommunikativer Ebene können Lösungen gefunden werden, mit denen sich alle Beteiligten anfreunden können, insofern sie dazu bereit sind. Hört man verschiedenen führenden Politikern in Deutschland bei ihren Reden zu,...

ist leider wenig von dem zu finden, was ich mir als friedensfördernd wünsche. Wirtschaftssanktionen, Länder über die Finanzmärkte mit dem Einsatz von Derivaten destabilisieren, über Verschuldung in die Abhängigkeit treiben, Rüstungsexporte in Krisengebiete, Militäreinsätze, auch deutscher Soldaten im Ausland, keine ausgewogene investigative Berichterstattung als demokratische Kontrolle von Eliten usw. Doch warum gibt es keine Demonstrationen mit 100.000 Teilnehmern zum Beispiel gegen deutsche Waffenexporte oder für ein alternatives, gemeinwohlförderndes Geldsystem? Der Komiker Mario Barth verkaufte im Vergleich über 120.000 Karten für seine Stadiontour. Und unsere Spitzenpolitiker sind in gewisser Weise auch Ergebnis von Wahlen, ohne, dass ich diesem demokratischen Mittel in der aktuellen Phase des Erkenntnisprozesses im Volk hier besondere Beachtung verleihen möchte. Also wie intensiv sollten wir uns an unsere eigene Nase fassen? Die Sozialforscher haben es längst erkannt, Menschen halten sich selbst für besser als den „Anderen“. Wir brauchen ein funktionales Selbstbild, damit wir morgens in den Spiegel schauen können und das, was wir sehen, grundsätzlich für okay empfinden. Und lese in verschiedenen Blogs die Kommentare unter den Beiträgen, kann ich oft feststellen, dass es auch an diesen Orten des Austausches mit dem wertschätzenden Miteinander manchmal übersichtlich wird, treffen unterschiedliche Ansichten aufeinander. Schimpfworte, rechts-links-Zuweisungen, Floskeln wie: „Schalte dein Hirn ein“ usw. nehmen jeder Diskussion die notwendige Grundlage. Wenn es demnach noch nicht einmal auf dieser simplen Ebene funktioniert, wie sollen sich jemals heute noch verfeinde Volksgruppen die Hand reichen und Wege nach friedlicher Kooperation und Toleranz suchen? Wir Menschen haben Angst vor Sachen, die wir nicht kennen, deshalb sollten wir aufgeschlossen gegenüber fremden Dingen sein, um Ängste abzubauen. Je intensiver die in uns steckenden destruktiven Gefühle ausgeprägt sind, desto mehr Energie muss aufgewendet werden, damit konstruktive Gedanken die Oberhand gewinnen. Wichtig erscheint, dass jede(r) sein eigenes Verhalten immer wieder aufs Neue beleuchtet, um hier für sich selbst wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Sinnvoll wäre vor allem das Nutzen von Systemen, die die richtigen Anreize liefern, also nicht die Schwächen der Menschen fördern, sondern das Wertvolle in uns wecken. Hierzu zählt zum Beispiel das fließende Geld … Ihr Steffen Henke

Last modified on Freitag, 15. Mai 2015 15:09
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