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Weihnachtsgeschenke

Post 24. Dezember 2015 By In 2015

Das mit dem Zins ist schon so eine Sache. Bei vielen potentiellen Anlegern könnte man sicher pure Freude auslösen, würde die EZB als Weihnachtsüberraschung realisieren, dass Investoren, sagen wir einmal 5 % p.a. erzielen könnten, stellten sie Mittel für einen mittelfristigen Zeitraum der Bank ihres Vertrauens zur Verfügung. Doch würde es sich nicht letztendlich um eine große Mogelpackung handeln? Schnell fiele der Blick auf den persönlichen Vorteil, denn fast wie von selbst vermehrte sich der angelegte Betrag.

Es überrascht, dass unverändert nur marginal hinterfragt wird, woher denn dieser wie aus dem Nichts aufgetauchte Wertzuwachs stammen könnte. Dabei ist die Antwort so simpel, dass sie schon erschrecken könnte. Die Guthabenszinsen, die die einen erhalten, werden über die Schuldzinsen bedient, die alle bezahlen. Beim Einkaufen, beim Steuernzahlen, bei eigener Verschuldung, man kann sich dem System nicht entziehen. Und böte man einen im ersten Moment so traumhaft wirkenden Zins in Höhe von 5 % p.a., erstaunt nicht, dass eben diesen auch schwer Vermögende nutzen wollten. Das bedeutet, dass die Zinsansprüche einer kleinen Minderheit,...

die von allen zu tragen wären, durch eine solche hier hypothetisch angenommene EZB-Aktion, massiv steigen würden.

Mit Hilfe des Mechanismus von Fließendem Geld wird der mittelfristige Zins gegen 0 % gebracht, eine enorme Entlastung für die absolute Mehrheit der Haushalte, die schließlich die Guthabenszinsen über ihre täglichen Schuldzinszahlungen ermöglichen müssen. Ein größeres Weihnachtsgeschenk wäre kaum denkbar.

Am meisten verwundert mich, dass diejenigen, die über keine Guthaben verfügen, das unglückliche „Spiel“ so kritiklos hinnehmen. In Deutschland ist das nach aktueller Statistik so ca. die Hälfte der Bevölkerung. Das bedeutet, diese Gruppe von Menschen ist bei den Guthabenszinsausschüttungen nicht dabei, wird jedoch bei jedem Einkauf, bei jeder Steuerzahlung indirekt und unbemerkt zur Kasse gebeten. An dieser Stelle ist vermutlich erneut angebracht zu bemerken, dass es sich hier keineswegs um eine Neiddiskussion handelt, jedoch die Gerechtigkeitsfrage gestellt wird.

Warum also spricht sich der Gedanke des Fließenden Geldes nicht noch schneller bei zumindest dieser Hälfte der Bevölkerung herum? Bei Menschen, die über gewisse Guthaben verfügen, ist die Betrachtung ein klein wenig komplexer. Die jährlich von der Bank sichtbar präsentierte Zinseinnahme müsste den gezahlten Schuldzinsen gegenübergestellt werden. Am Ende eine auch nicht gerade hochkomplexe Rechenaufgabe, um das Ergebnis zu erhalten, dass sich für den weit größeren Teil dieser Gruppe ebenfalls ein negatives Saldo ergibt.

Oder ist es die Hoffnung aller, einmal zu den sogenannten Zinsgewinnern zu gehören, so dass sich aus dieser Motivation heraus das destruktive System so lange halten konnte? Vielleicht haben wir Menschen auch nur so große Angst vor dem Ungewohnten, dass wir mit fast neurotischer Hartnäckigkeit am bekannten Prinzip festhalten. Schließlich bekommen wir regelmäßig aus den bestehenden politischen Strukturen erklärt, man könne mit Wirtschaftswachstum alles im Gleichgewicht halten. Bis heute ist mir noch kein Mensch begegnet, der mir erklären konnte, wie in einer Welt mit begrenzten Ressourcen diese Strategie aufgehen könnte. Ein Tanz auf dem Vulkan …

Wenn ich mir zu Weihnachten etwas wünschen könnte, wen wunderts, es stünde auf meinem Wunschzettel das Fließende Geld. Sicher, es ist nur eine notwendige Voraussetzung für viele weitere Veränderungen, damit wir zu Wegen finden, die das Leben für viele Bewohner dieses Planeten erst lebenswert machen. Wie oft werden Weihnachtsbäume noch geschmückt, bis dieser Wunsch in Erfüllung geht? Niemand kann das sagen, doch werde ich auch im neuen Jahr meinen kleinen Funken dazu beitragen, dass die Zeit bis zur Einführung des Fließenden Geldes ein klein wenig verkürzt wird. Euch und Ihnen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Steffen Henke

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