Lust auf Neues Geld

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Wir brauchen ein alternatives Geldsystem, wenn wir die Herausforderungen unserer Zeit meistern wollen. Umweltzerstörung, Demokratieverlust, extreme soziale Ungleichgewichte sind unter anderem schädliche Wirkungen des bestehenden Geldsystems. Eine bessere Alternative existiert, doch sie ist noch zu wenig bekannt, Fließendes Geld.

Veränderungen im Geldsystem sind wegen gegebener Machtstrukturen nur erzielbar, wenn breite Bevölkerungsschichten dem Wandel zustimmen und ihn unterstützen. Dazu muss der seit Jahrzehnten stattfindende Erkenntnisprozess deutlich an Fahrt gewinnen. Die „Neues Geld gemeinnützige GmbH“ unterstützt diesen Prozess mit ihrer Aufklärungsarbeit seit einigen Jahren.

Geld greift mit hoher Intensität in so gut wie alle Bereiche unseres Lebens ein. Neuerungen beim Geld bringen deshalb hervorragende Potentiale für fast alle Gebiete, wie dem Schutz der Natur, der Verbesserung demokratischer Strukturen oder dem Frieden.

Ziel muss sein, dass der Mensch nicht dem Geld, sondern das Geld dem Menschen dient.



 

30 Jun 2015

Alle wissen, der griechische Staat ist überschuldet. Nur möchte ich daran erinnern, dass des einen Schulden, des anderen Guthaben sind. Bis Anfang 2010 waren es private Gläubiger, die die verzinslichen Papiere von Griechenland gehalten haben. Mit sogenannten „Rettungs“-aktionen haben diese Schuldverschreibungen zu großen Teilen den Besitzer gewechselt. Von den ca. 322 Milliarden Ansprüchen gegenüber dem griechischen Staat wurden nun davon ca. 75 % in Kredite von ESFS, ESM, IWF, EZB und in bilaterale Hilfskredite von Staaten umgewandelt. Die Haftung tragen nun nicht mehr die anfänglichen Profiteure, sondern die beteiligten Völker.

Sie leihen mir Geld und ich kann es nicht zurückzahlen. Wer sollte davon betroffen sein? Sie als ursprünglicher Gläubiger oder die Gemeinschaft? Insofern haben die Staaten ...

28 Jun 2015

Heute möchte ich noch einen kleinen Bericht zu oben genannten Veranstaltungen abgegeben. Mit einem Vortrag über das Fließende Geld wurde mir die Ehre zuteil, die Aktion „3. Welt-Tag“ in Beckerich zu eröffnen. Federführend war hier der Verein „De Kär“, der das erste luxemburgische Regio-„Geld“ namens Beki herausgibt.

Die Bekis erhält man im Tausch gegen Euros, Voraussetzung ist, dass ...

26 Jun 2015

Ich denke, es ist sehr wichtig, dass solche energiespendenden Oasen erhalten bleiben, deshalb habe ich die unten stehende Petition soeben unterschrieben. Es werden 4200 Unterzeichner benötigt. Ich bitte diejenigen, die solche wertvollen Orte des herzlichen Miteinanders in brillanter Verbindung mit der Natur unterstützen möchten, um ihre Hilfe. Zeigen wir, wie wir in solchen Momenten solidarisch zusammenrücken können, danke! Hier der Text, der mich erreichte:

"Liebe Freundinnen und Freunde von städtischen Gärten! Die Nachbarschaftsgärten in Leipzig-Lindenau starten eine Petition für deren Erhalt. Der Großteil der Nachbarschaftsgärten wurde an einen privaten Immobilienentwickler verkauft. Der neue Besitzer will im nächsten Jahr beginnen die Flächen nebst Tiefgarage zu bebauen. Den Nachbarschaftsgärten droht damit, ...

26 Jun 2015

Zuerst möchte ich meine Position zu dem irritierenden Begriff „Negativ-Zins“ wiederholen:

Steffen Henke (Beitrag vom 09.06.15): „Auch möchte ich erneut daran erinnern, dass für die meisten Sparer ein positiver Zins ein Verlustgeschäft darstellt. Möchte man selbst positive Zinsen für seine Einlagen vereinnahmen, muss man auch bereit sein, die positiven Zinsen anderer (über Konsum und Steuern) abzuführen. Errechnet man nun das Saldo aus erhaltenen und gezahlten Zinsen ergibt sich, dass 9 von 10 Menschen immer mehr Schuldzinsen zahlen, als sie je in der Lage sein werden, Guthabenszinsen zu bekommen. Insofern ist die Darstellung der „Negativzinsen“ mathematisch betrachtet oft falsch.“

Interessant nun, dass das Bundesfinanzministerium eingeschätzt hat, dass es sich bei den „Negativ-Zinsen“ nicht um Zinsen, sondern um eine Verwahrgebühr handelt. Als Folge fallen demnach die Gebühren in den Bereich der Werbungskosten, diese wären mit dem Sparerfreibetrag abgegolten. Damit sich jedoch eine umlaufsichernde Wirkung über die Verwahrgebühren im Geldsystem einstellt, müsste sich ...

18 Jun 2015

Am 14.06.15 fand die 26. Ökofete statt, wir waren erneut mit unserem Stand dabei. Die Sonne hat alle Teilnehmenden verwöhnt und so kamen wieder über 15.000 Besucher in den Clara-Zetkin-Park. Mit großer Freude waren wachsende Vorkenntnisse bezüglich unseres Themas bei den Standbesuchern festzustellen. So wurde wiederholt bestätigt, dass man vom Fließenden Geld schon etwas gehört hatte, das war drei Jahre zuvor noch ganz anders. Meist wurden dann im herzlichen Gespräch Details zu den betreffenden Inhalten besprochen.

Die deutliche Mehrheit der Besucher dieses Festes hat erkannt, ein permanentes Wachstum in einer Welt mit begrenzten Ressourcen kann es nicht geben. Sicher mögen die Ansichten der Gäste variieren, doch der Wunsch nach wertvollen und notwendigen Veränderungen besteht in der Tiefe.

Jedoch die Realisierung alternativer Wege beim gesetzlichen Zahlungsmittel zu denken, ist dennoch für viele eine gewisse Herausforderung. Handelt es sich doch um sehr abstrakte Vorgänge. Da liefert das Bild eines geretteten Eisbären deutlich leichter und zugleich besser geeignete Emotionen, die zu Aktionen zum Schutz der Umwelt einladen. Möge es uns gemeinsam gelingen, dass eine wirkliche Rettung für Mensch, Tier und der Natur nur gelingen kann, wenn ...

18 Jun 2015

Stellen Sie sich vor, Ihr Nachbar, mit dem Sie immer ein herzliches Verhältnis gepflegt haben, stößt finanziell an seine Grenzen. Sicher, es wurden Fehler gemacht, auch von Ihnen (fühlen Sie sich bitte nicht persönlich angesprochen, die Konnotation ist anders gemeint), denn Sie haben ihn immer weiter mit frischem Geld versorgt. Da dies auch in Momenten geschah, als er bereits wirtschaftlich angeschlagen war, haben Sie eine entsprechende Risikoprämie verlangt. Ihre Zinseinnahmen stiegen auf irritierendes Niveau.

Doch dann war die Zahlungsfähigkeit am Anschlag. Sie verpflichteten die Bürger der Straße zu Abgaben, damit die Kapitaldienstfähigkeit Ihres Nachbarn künstlich erhalten blieb. Doch die „rettende Hilfe“ aus dem Umfeld wurde an Bedingungen geknüpft. So musste der Betroffene seine Heizungsanlage und seine Wasserleitungen seines Hauses verkaufen. Den Verkaufserlös überwies er direkt an den internen Wohngebietsfonds (IWF). Die Versorgungseinrichtungen wurden angemietet, damit elementare Grundbedürfnisse gesichert werden konnten. Doch damit stiegen die Kosten für zwingend notwendige Ausgaben.

Auch wurde verlangt, dass Ihr Nachbar wesentliche Bausteine seiner Krankenversicherung kündigt. Sie konnten nun schmerzlich beobachten, wie eines seiner Kinder ...

16 Jun 2015

Am 13.06.2015 konnte ich ein Referat im Maison de l’Europe in Luxemburg halten. Organisiert wurde der Vortrag von De Kär (Beki) in Zusammenarbeit mit Action Solidarité Tiers Monde (ASTM), Les Amis du Monde diplomatique, attac Luxembourg, CELL- Centre for Ecological Learning Luxembourg, etika, Mouvement écologique und Initiativ bedéngungslost Grondakommes Lëtzebuerg.

Der Initiator dieser Aktion war Alexander Hornung (siehe Foto). Ich möchte mich ganz herzlich bei diesem sympathischen Menschen bedanken, der sein Herz am richtigen Fleck hat. Mit sehr viel Engagement hat er diese und weitere Aktionen möglich gemacht. Auch bedanke ich mich für die Gastfreundschaft und die unglaublich vielen herzlichen Gespräche.

Das Thema Fließendes Geld ist auch an diesem Ort auf großes Interesse gestoßen. Dies war schon allein durch ...

14 Jun 2015

In Wikipedia findet man zu "Woxx" folgende Beschreibung:

"Die im Großherzogtum Luxemburg herausgegebene und erscheinende woxx ist eine Wochenzeitung mit ökologisch-sozialer Ausrichtung. Herausgeber ist eine Genossenschaft, um dem Anspruch des selbstverwalteten Betriebes gerecht zu werden."

Hier geht es zum Artikel.

14 Jun 2015

In Verbindung mit meiner Reise nach Luxemburg organisierte der Initiator Alexander Hornung ein kleines Telefoninterview mit RTL Luxemburg. Ein zwei minütiger Dialog wurde nach dem Schnitt veröffentlicht, hier könnt ihr das Gespräch hören. Zum Teil sind die Reaktionen von Zuhörern außergewöhnlich.

Ich habe bei den Aktionen in Luxemburg sehr viele Menschen kennengelernt. Es waren ohne Einschränkung alles wertschätzende und sehr herzliche Gespräche. Insofern bilden manche Reaktionen in keiner Weise meine tollen Erfahrungen der letzten Tage ab.

Auch werden Begriffe wie Experte nicht vom Interviewpartner geliefert, sondern von Redaktionen vergeben. Entscheidend sind letztendlich die inhaltlichen Punkte, über die ich gern mit Interessierten diskutieren möchte.

Ein Dankeschön an Alexander Hornung auch an dieser Stelle, so dass auch an diesem Ort das Fließende Geld thematisiert werden konnte. Ein weiterer kleiner Bericht zu meiner Luxemburgreise wird folgen.

Zum kleinen Interview geht es: hier.

Steffen Henke

09 Jun 2015

So schreibt zum Beispiel der Buchautor Dr. Michael Grandt in einem seiner Letter:

„Erhöhung der Negativzinsen

Negativzinsen sind eigentlich eine Gebühr der Banken für die Aufbewahrung von Spareinlagen. Diese Maßnahme eignet sich gut, um schleichend an das Vermögen der europäischen Sparer zu kommen. Eine enorme Erhöhung der Negativzinsen (die jetzt schon gesellschaftlich akzeptiert werden) ist deshalb nicht ausgeschlossen. 3% bis 5% sind im Gespräch!“

Wir befinden uns unverändert in einer intensiven Systemkrise. Um die Last der weltweiten Überschuldung tragbar zu halten, haben die Notenbanken massiv eingegriffen und die Zinsen nach unten gedrückt. Auf diese Weise sollen zum Beispiel Investitionen verbilligt werden; Ziel ist es, über Wachstum aus den katastrophalen Verhältnissen zu finden. Jedoch in gesättigten Märkten zu versuchen, den systemischen Fehler über Wachstum zu kompensieren, ist in einer Welt mit begrenzten Ressourcen ein Irrweg und aus ökologischer Sicht Wahnsinn.

Wegen der niedrigen Zinsen auch bei langfristigen Laufzeiten fehlt nun den Anlegern die Motivation, ihre Mittel auch langfristig zu binden. Die Volumina von Einlagen mit täglicher Fälligkeit sind...

08 Jun 2015

Im letzten Jahr starteten die in Leipzig ansässigen und für Fließendes Geld Aktiven, xxx und Matthias Helm, mit brillantem Engagement ein Crowdfundingprojekt. Ziel war es, Mittel einzuwerben, mit denen eine CD produziert werden sollte. Auf der Scheibe sollten sich Titel verschiedener Interpreten und Genre befinden, jedoch sollten alle Songs das Fließende Geld thematisieren.

Auf diese Weise sollten die Emotionen, die über Musik ausgelöst werden, helfen, den Gedanken des Fließenden Geldes zu verbreiten. Trotz der großen Energie, die die beiden in die Initiative steckten, kam nicht genug Geld zusammen, um das Konzept zu realisieren. Das bedauere ich sehr, dennoch wurde eine Vielzahl an wertvollen Impulsen gegeben.

Der hier vielen bekannte Prof. Bernd Senf gehörte zu jenen, die das Projekt unterstützten. Er lieferte sein Lied, welches er auch in der Arena am 09.06.12 („Lust auf neues Geld“) präsentierte und damals starken Applaus erntete. Die Datei wurde von xxx und Matthias in Absprache mit dem Interpreten bearbeitet. Heute habe ich das Werk nun online gestellt. Kritik am bestehenden Geldsystem mit Lösungsansatz auf künstlerische Weise. Sie finden den Titel unter dem Button: "Kunst" und weiter unter: "Songs für Fließendes Geld", hier auf unserer Internetpräsenz.

Ein herzliches Dankeschön an Prof. Bernd Senf und die beiden Möglichmacher!

Steffen Henke

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